Online am Ende der Welt: – meine Erfahrung mit der Tusass eSIM
Beim Landeanflug konnte ich aus dem Fenster die ersten Eisberge im blauen Wasser unter uns treiben sehen. Wenig später öffneten sich die Türen des Flugzeugs, und mir kam die frische, klare Luft der Arktis entgegen – und genau da fühlte es sich zum ersten Mal echt an: Ich bin in Grönland.
Gut vorbereitet: Wie man in Grönland verbunden bleibt
Seit Monaten hatte ich von Fjorden, Gletschern und langen Wanderungen geträumt. Doch je näher die Reise rückte, desto öfter stellte ich mir eine Frage: Wie bleibe ich eigentlich erreichbar? Mache ich einen kompletten Social-Media-Detox und nutze nur das Hotel-WLAN? Oder ist es doch sinnvoll – und sicherer – auch unterwegs Internet zu haben?
Am Ende entschied ich mich für eine eSIM von Tusass, dem grönländischen Anbieter. Natürlich war ich anfangs unsicher. Wie kompliziert würde die Installation sein? Funktionieren die mobile Daten überhaupt in einer Region, die so abgelegen ist?
Die Installation – einfacher als gedacht
Tusass macht den Einstieg wirklich unkompliziert. Nach dem Kauf erhält man eine E-Mail mit einem Button zur Aktivierung. Ich habe die eSIM erst in Grönland aktiviert, damit sie sich direkt mit dem lokalen Netz verbindet. Das hat nur ein paar Minuten gedauert – kein Ladenbesuch, kein Gefummel mit SIM-Karten. In den Smartphone-Einstellungen kann man anschließend festlegen, welche SIM als Haupt-SIM genutzt wird, zum Beispiel für mobile Daten, und welche als zweite SIM im Hintergrund aktiv bleibt.
Für meine Reise stellte ich die grönländische eSIM als Hauptdatenverbindung ein und ließ meine deutsche SIM lediglich aktiv, um bei kurzfristigen Änderungen erreichbar zu bleiben.
Tipp: Lassen Sie Ihre deutsche Nummer aktiv, vor allem wenn Sie diese für Buchungen oder Reservierungen angegeben haben. So können Sie auch während der Reise über wichtige Änderungen informiert werden. Prüfen Sie jedoch vorher die Roaminggebühren Ihres Anbieters und deaktivieren Sie die mobile Datennutzung Ihrer Heimatsim, um unnötige Kosten zu vermeiden. Voraussetzung für die parallele Nutzung ist ein Dual-SIM-fähiges, entsperrtes Smartphone, das eSIM unterstützt.
Netz auf den Wanderwegen
Während meiner zwei Wochen in Nuuk, Ilulissat und Kangerlussuaq war ich viel unterwegs – und hatte überraschend oft Empfang. Nur gelegentlich gab es kurze Funklöcher, die einen daran erinnern, wie weit weg vom Rest der Welt man hier wirklich ist.
Gerade beim Wandern hat mir das ein gutes Gefühl gegeben. In Grönland ist man oft lange allein unterwegs und begegnet manchmal erst nach einer ganzen Weile wieder anderen Menschen. Diese Ruhe und Einsamkeit haben ihren ganz eigenen Zauber – und trotzdem ist es beruhigend zu wissen, dass man im Notfall schnell Hilfe rufen könnte.
Natürlich gibt es auch Orte, an denen man komplett offline ist. In der Eqi Glacier Lodge zum Beispiel funktioniert die eSIM gar nicht. Dort ist man wirklich mitten in der Natur, ohne Kontakt zur Außenwelt. Die Lodge hat ein kleines internes Netz, aber ansonsten heißt es: abschalten. Bevor man loswandert, trägt man sich mit seiner geplanten Route und Rückkehrzeit in ein Buch ein – eine sinnvolle Sicherheitsroutine. Generell in Grönland empfehlenswert, vor allem wenn man allein wandern geht.
Mehr als nur Sicherheit
Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, während der Reise kaum online zu sein und einfach die Ruhe zu genießen. Doch als ich über dem Ilulissat-Eisfjord stand und die Sonne die riesigen Eisberge golden leuchten ließ, wollte ich diesen Moment teilen. Ich rief kurz per FaceTime zuhause an – und die überraschten, begeisterten Gesichter meiner Familie machten diesen Moment für mich sogar noch besonderer.
Das mochte ich so an der eSIM: Ich konnte selbst entscheiden, wann ich online sein möchte – und wann ich komplett bei mir bleiben will.
Technisch lief alles problemlos. WhatsApp-Anrufe und Videochats waren stabil und klar, sogar in kleineren Orten.
Daten, die echt lange reichen
Ich war wirklich überrascht, wie wenig Daten ich am Ende verbraucht habe. Um meinen Verbrauch zu prüfen, schickte ich einfach eine SMS mit “data” an die 1800 und erhielt direkt eine Rückmeldung.
Obwohl ich viele Fotos teilte, ständig Karten nutzte und einige Videoanrufe machte, hatte ich nach zwei Wochen immer noch über 13 GB von meinem 20-GB-Paket übrig. Für meine Reise war das mehr als genug.
Mein Fazit
Wenn ich heute an meine Reise zurückdenke, dann war die Entscheidung für die eSIM in erster Linie eine ganz praktische – aber sie hat mir persönlich viel Leichtigkeit während der Reise geschenkt. Die Einrichtung war unkompliziert, und ich hatte fast überall genau die Verbindung, die ich gebraucht habe, ohne ständig darüber nachzudenken.
Natürlich reist jeder anders: Manche möchten komplett offline sein, andere fühlen sich wohler, wenn sie jederzeit erreichbar bleiben. Für mich perönlich lag der Zauber diesmal irgendwo dazwischen. Ich konnte mich ganz auf die Stille und Weite Grönlands einlassen – und trotzdem in den Momenten, in denen ich einen kleinen Gruß nach Hause schicken wollte, kurz „Hallo“ sagen.
In einem Land, in dem die Natur so überwältigend ist und man selbst manchmal ganz klein wirkt, war es für mich schön, eine zuverlässige Möglichkeit in der Tasche zu haben. Nicht aufdringlich – eher ein stiller Begleiter, der da ist, wenn man ihn braucht.
Am Ende hat mir die eSIM genau das gegeben, was ich auf dieser Reise gebraucht habe: ein sanftes Gefühl von Sicherheit, ein bisschen Verbundenheit und die Freiheit, besondere Augenblicke mit den Menschen zu teilen, die mir wichtig sind. Ganz ohne Druck, ganz ohne Mühe – einfach so, wie es für mich stimmig war.